Marion Romberg

KunstHISTORIKERIN – von der Dorfkirche zu Bildern der Kaiserinnen in der Frühen Neuzeit: Bildquellen als historische Quellen

Historische Netzwerkanalyse des Wiener Hofes im 17. Jahrhundert (2021S)

Die digitale Aufbereitung von Forschungsdaten spielt eine zunehmend wichtige Rolle in der historischen Forschung. Durch die voranschreitende Digitalisierung stehen der Forschung auch vermehrt digitale Daten zu den Quellen zur Verfügung. Mit diesen Entwicklungen geht die Notwendigkeit einher, sich mit Methoden und Werkzeugen der digitalen Geisteswissenschaften zu beschäftigen, denn viele verschiedene Tools erleichtern die Datensammlung, Aufarbeitung und Analyse. Dieser Kurs bietet eine theoretische und praxisnahe Einführung in die Grundzüge und Realisierung historischer Daten- und Netzwerkanalyse.

Inhaltlich steht der Wiener Hof zur Zeit Kaiser Leopolds I. (1658–1705) als ein Ort im Fokus, an dem sich Lebenslinien von Tausenden von Menschen – vom Obersthofmeister bis hin zu den Reitknechten und Köchen – verdichten und dessen Geschichte eng mit der Stadt Wien verbunden ist. Eine prosopographische Aufarbeitung des Hofes läuft seit September 2020 im Rahmen eines Forschungsprojekt „The Viennese Court – A prosopographical database“ (http://viecpro.oeaw.ac.at) am Institute for Habsburg and Balkan Studies der ÖAW. Innerhalb des Kurses werden die Kursteilnehmer*innen mit Datensätzen aus diesem Projekt erstens in deren prosopographische Aufbereitung eingeführt, ihnen Tools zur Datenmodellierung und -auswertung theoretisch vorgestellt und vor Ort am eigenen Computer praktisch angewandt. Zweitens wird ihnen mittels Guided Reading grundlegendes Wissen über den Wiener Hof im 17. Jahrhundert vermittelt.

Universität Wien, Institut für Geschichte 
070376 UE Methoden-Workshop

Gemeinsam mit Dr. Maximilian Kaiser (ÖAW, IHB)

Vorlesungsverzeichnis: https://ufind.univie.ac.at/de/course.html?lv=070376&semester=2021S