Marion Romberg

KunstHISTORIKERIN – von der Dorfkirche zu Bildern der Kaiserinnen in der Frühen Neuzeit: Bildquellen als historische Quellen

E-Learning Geschichte

Mein erstes Buch war ein Gemeinschaftswerk zum Thema “E-Learning Geschichte”, das ich mit Wolfgang Schmale, Martin Gasteiner und Jakob Krameritsch 2007 herausgebracht habe. In die Erstellung des Buches sind meine Erfahrungen als eTutorin für die Lehrveranstaltungen von Wolfgang Schmale an der Universität Wien im Zeitraum 2005 bis 2007 eingeflossen:

  • 2005–2006/1 Lehramtsgrundkurs „Neuere Geschichte“ 
  • 2006/1 & 2007/2 M4 Kurs „Informatik und Medien in der Geschichtswissenschaft

Bücher rund um E-Learning gibt es wie Sand am Meer. Die verschiedensten Themen werden besprochen; meist theoretisch analysiert. Unser Buch „E-Learning Geschichte“ hebt sich 2007 von der Menge durch seine Praxisnähe und seinen Facettenreichtum ab. Auf 190 Seiten haben wir E-Learning Trends und Möglichkeiten skizziert, verschiedenste geschichtswissenschaftliche Lernobjekte gesammelt, vorgestellt und evaluiert und didaktische Einsatzstrategien beschrieben. 

Als Autorenteam haben wir drei unterschiedliche Perspektiven mit in das Buch eingebracht. 

Wolfgang Schmale steuerte vor allem seine umfassenden Erfahrungen im Einsatz von Neuen Medien sowie als E-Learning Beauftragter der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien bei. 

Jakob Krameritsch ist spätestens seit der Mit-Entwicklung von PastPerfect als Hypertextexperte bekannt und veröffentlicht in seiner Publikation „Geschichte(n) im Netzwerk“ wesentlich neue Erkenntnisse zur medientheoretischen Forschung. 

Martin Gasteiner und ich, die als Studierende der Geschichtswissenschaft über den Hypertextcreator in den Bann der Neuen Medien gezogen wurden, erwarben unsere Kompetenz als eTutor*innen in zahlreichen Lehrveranstaltungen und Mitarbeiter*innen an verschiedensten E-Learning Projekten. 

E-Learning ist nicht nur eine gesamtuniversitäre Entscheidung, sondern eine persönliche Entscheidung des einzelnen Lehrenden. E-Learning umfasst mehr als die Anwendung eines Lernmanagementsystems. So werden im Kapitel „Strategische Optionen“ neben Lernmanagementsysteme Alternativen wie 

  • die Internetgestützte Lehre am Institut für Geschichte der Universität Wien 
  • sowie Content Management Systeme wie den Hypertextcreator

vorgestellt und didaktische eingeordnet. 

Wichtig ist, dass Hochschulen keine Einbahnstrategie verfolgen sollten, sondern eine Strategie der Vielfalt. Auf Ebene des einzelnen Lehrenden sind der Schlüssel webbasierte Lernobjekte, die durch eine mittelbare oder unmittelbare Verbindung einer Website mit einem didaktischen Konzept charakterisiert sind. Letztlich kann das Web für jedes Lehr- und Lernkonzept das richtige, maßgeschneiderte Tool bieten. Lernmanagementsysteme stellen hierbei nur eine Alternative, nicht die ausschließliche dar. Dies bedingt natürlich auch vom Lehrenden eine umfangreichere Kenntnis webbasierten Lernens und somit eine höhere E-Medienkompetenz.

Wir berichten aus unserem eigenen Erfahrungsschatz hinsichtlich der Verwendung von verschiedensten Lernobjekten in der universitären Lehre. Primäre Lernobjekte wie 

  1. den Basis- und Methodenlehrgang Geschichte Online,
  2. der Archivlehrgang AdFontes 
  3. sowie das Hypertextnetzwerk des 16. Jahrhunderts Pastperfect

werden ebenso besprochen und didaktisch eingeordnet wie sekundäre Lernobjekte wie beispielsweise

  • die deutsch-französische Materialfundgrube Deuframat 
  • und das geschichtswissenschaftliche Informationsportal Historicum.net

Die dritte Kategorie der tertiären Lernobjekte zeigt, wie mit einfachsten Mitteln bereits viel erreicht werden kann. Es bedarf nicht immer elaborierte E-Learning Konzepte. Als augenscheinlichstes Beispiel gilt hier unser Bericht über den Einsatz eines Weblogs im vergangenen Wintersemester an der Universität Wien.  

Worum es uns geht, ist, den Facettenreichtum, die Vielfalt der Idee, des Konzeptes E-Learning aufzuzeigen und dass jeder E-Learning einsetzen, betreiben kann. 

Zum Inhaltsverzeichnis des Buches: http://edoc-storage.obvsg.at/ce-ag/bvb/0004/001/02/BV021652000_AC05605504_n0001in.1xxxxxxxxx.pdf

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