Marion Romberg

KunstHISTORIKERIN – von der Dorfkirche zu Bildern der Kaiserinnen in der Frühen Neuzeit: Bildquellen als historische Quellen

»Europäische Grenz- und Begegnungsräume im Wandel« – Tagung anlässlich des Europäischen Kulturerbejahres SHARING HERITAGE! 2018

an der Universität Wien | 12.–14. April 2018

Grenzen verschieben sich, Räume verändern sich und mit ihnen kollektive Identitäten. Darüber hinaus überlagerten sich Grenzziehungen unterschiedlicher Art: Konfessionelle, politische, sprachliche und kulturelle Grenzen wurden erst im 20. Jahrhundert – und dies war mit erheblichem Leid, Vertriebenen und Toten verbunden – homogenisiert. Bis dahin waren sie im – nicht nur europäischen – Normallfall nicht deckungsgleich. Erst die jüngere Geschichte Europas war, bis vor kurzem von der Überwindung von Grenzen geprägt. Beispielhaft für die Untersuchung konstitutiver Demarkationsprozesse stehen folgende europäische Grenzräume im Zentrum der Tagung:
− Das Eichsfeld
− Das Danewerk
− Der Donauraum
− Südtirol
− Frankreich – Grenzraum
− Der EU – Non-EU Raum
Innerhalb von sechs Panels mit jeweils ca. drei bis vier Vorträgen wurden diese sechs geographischen Grenzräume im Zeitverlauf von den Römern bis in die Gegenwart aus interdisziplinärer Perspektive diskutiert. Ausgehend von der Dynamik von Grenzen lag der Fokus auf damit einhergehenden konstituierenden Praktiken und Diskursen. Hierbei stand besonders das Verbindende von Grenzräumen und Grenzlandschaften sowie die kulturellen Eigenheiten von Nachbarschaften in Europa im Zentrum des Vortrags. Theoretische Zugänge wurden mit historischen Fallbeispielen und der Thematisierung konkreter Orte und kultureller Objekte oder Denkmäler verbunden. Der inhaltliche Themenkreis jedes Panels deckte einer der folgende fünf Themenperspektiven ab:

  1. Die Veränderlichkeit von Grenzen und Identitäten, die durch sie geprägt worden sind.
  2. Ambivalenzen: Grenzen vereinen trennende und verbindende Auswirkungen.
  3. Räume und Kulturlandschaften, die durch Grenzen markiert waren, haben sich im Lauf der Geschichte mehrfach und grundlegend verändert.
  4. Auseinandersetzung mit Grenzen in Fotografie, Kunst, Theater, Musik, Literatur
  5. Migrationen und Grenzen – individuelle Erfahrungen

Die Tagung, die vom 12. bis 14. April 2018 in Wien stattfand, diente als Auftaktveranstaltung zum Europäischen Kulturerbejahr SHARING HERITAGE! 2018 für eines der insgesamt fünf Themensegmente. Es bot für das Themensegment »Europa: Grenz- und Begeg-nungsräume« inhaltliche Anregungen, setzte Markpunkte und lenkte nach Möglichkeit mediale Aufmerksamkeit auf das Gesamtprojekt des Kulturerbejahres lenken.

Die Realisierung der Tagung erfolgt durch das örtliche Organisationskomitee von Prof. Dr. Wolfgang Schmale und Dr. Marion Romberg (Universität Wien, Institut für Geschichte) in enger Kooperation mit

  • Prof. Axel Klausmeier, Berlin, Stiftung Berliner Mauer
  • Ministerialrat Dr. Uwe Koch, Berlin, Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK) bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
  • Dr. Gerhard Sälter, Berlin, Gedenkstätte Berliner Mauer
  • Prof. Matthias Wemhoff, Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte

Die einzelnen Vorträge sollen eine Länge von 20 Minuten nicht überschreiten; vorgesehen ist eine anschließende Diskussion von jeweils 10 Minuten. Konferenzsprache ist bevorzugt Deutsch.

Die einzelnen Vorträge sollen eine Länge von 20 Minuten nicht überschreiten; vorgesehen ist eine anschließende Diskussion von jeweils 10 Minuten. Konferenzsprache ist bevorzugt Deutsch. 

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