Marion Romberg

KunstHISTORIKERIN – von der Dorfkirche zu Bildern der Kaiserinnen in der Frühen Neuzeit: Bildquellen als historische Quellen

Die dörfliche Bildwelt des 18. Jahrhunderts – Methoden und Theorie zur historischen Quelle “Bild” und ihr Umgang in digitalen Wissenschaftsräumen

Die Lehrveranstaltung bietet eine Einführung in die Kenntnis zentraler Quellen und Ressourcen sowie transdisziplinärer Ansätze aus der Geschichte und Kunstgeschichte zum Umgang mit der historischen Quelle “Bild” im Kontext der Erforschung der frühneuzeitlichen Dorfkultur. Besonderer Schwerpunkt liegt auf der dörflichen Bildwelt. In nachtridentinischer Zeit ist als zentraler Austragungsort von Herrschafts-, Macht- und Bilddiskursen die Dorfkirche anzusehen. Neben dem Wirtshaus war die Kirche der zentrale öffentliche Ort im Dorf, zu dem jeder regelmäßig ging, jeder Zugang hatte und der multifunktional Verwendung fand. Der im 17./18. Jh. erfolgte barocke Umbau der Kirche zu einer allgegenwärtigen Schau- und Lehrbühne machte sich die geistliche und weltliche Obrigkeit zu Nutzen, um zum einen Herz und Verstand der dörflichen Kirchengemeinde konfessionell zu beeinflussen/zu stärken und zum anderen die Kirche und insbesondere die Bildprogramm zu ihrem persönlichen Repräsentations- und Frömmigkeitsort zu machen. Der räumliche Fokus liegt auf dem süddeutschen Raum. Alltags-, religions- und sozialgeschichtliche Aspekte erweitern den transdisziplinäre Zugriff auf das Quellenmaterial. Als Quellen dienen sowohl schriftliches (literarische Texte, Bildprogramme) als auch bildliches Material (Datenbank “Erdteilallegorien im Barockzeitalter“).

Universität Wien, Institut für Geschichte
070197 AR Methoden-Workshop (2017S)

Im Vorlesungsverzeichnis: https://ufind.univie.ac.at/de/course.html?lv=070197&semester=2017S

Beitragsbild: Aufsicht zur Langhausdecke der Kirche St. Laurentius in Hurlach.

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