Marion Romberg

KunstHISTORIKERIN – von der Dorfkirche zu Bildern der Kaiserinnen in der Frühen Neuzeit: Bildquellen als historische Quellen

Die Kaiserinnen des 17. Jahrhunderts und ihre visuelle Repräsentation

Im Rahmen des Kurses soll die zeremonielle und herrschaftliche Position der Kaiserin in ihrer intermedialen Ausgestaltung und Rezeption in zeitgenössischen Bildquellen des neuzeitlichen Reiches untersucht werden. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den Kaiserinnen des 17. Jahrhunderts. Erst in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts begann sich ein struktureller Wandel in der Repräsentation von fürstlicher Herrschaft und Kaisertum und deren medialer Vermittlung abzuzeichnen. Die Bedeutung von Druckmedien als Verbreitungsmedien höfischer Repräsentation nahm zu und somit das mediale Echo.
Der Blick wird somit im Rahmen des Kurses auf bildliche Darstellungen wie Medaillen, Kupferstiche und Gemälde, Skulpturen und Reliefs gerichtet. Durch eine systematische Erfassung und Analyse der bildlichen Darstellung (symbolische Kommunikation) wird die Grundlage geschaffen werden, am Ende die Rolle und den Stellenwert der Kaiserin innerhalb der Öffentlichkeit besser bewerten zu können. Thematisch werden Einzel-, Gruppen- wie auch Ereignisbildnisse zu Herrschaft, Hochzeit, Geburt und Tod behandelt.
Grundsätzlich gilt es stets dreierlei zu bedenken: die bildliche Darstellung als historische Quelle mit eigenem Quellenwert, deren intermediale Analyse und schließlich die Relevanz des Kunstwerks selber. Notwendig ist also eine interdisziplinäre Herangehensweise unter Verwendung geschichtswissenschaftlicher und kunsthistorischer Methoden, die es erlauben wird, einen Beitrag zur Verfahrens- und Symbolgeschichte des Reiches zu leisten.

Universität Wien, Institut für Geschichte
070197 AR Methodenworkshop: Interpretation bildlicher Darstellungen und dinglicher Artefakte (2019S)

Vorlesungszeichnis: https://ufind.univie.ac.at/de/course.html?lv=070197&semester=2019S

Beitragsbild: Claudia Felicitas. Brustbild halb links [Gegenstück von Leopold I., Brustbild nach links], zwischen 1673 und 1676, Farbloses Glas mit Schnitt und Schwarzlotmalerei., 10 cm, D 10,6 cm, Düsseldorf, Kunstpalast – Glasmuseum Hentrich mkp.P 1940-96.

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