Meine Dissertation

Dissertationsprojekt
Die Welt im Dienst der Konfessionen.
Erdteilallegorien in Dorfkirchen auf dem Gebiet des Fürstbistums Augsburg im 18. Jahrhundert

Marion Romberg bezeichnet das Bild als historische Quelle wie in der historischen Forschung üblich, verliert jedoch nie das Sensorium für das Kunstwerk.

aus dem Gutachten von apl. Prof. Sabine Poeschel, Institut für Kunstgeschichte, Univ. Stuttgart

Das Datenmaterial wurde im Forschungsprojekt „Erdteilallegorien im Barockzeitalter“ erhoben und in der Dissertation zum ersten Mal umfassend ausgewertet.

Das Erkenntnisinteresse in einer systematischen Erfassung lag in folgenden Fragestellungen, die die Autorin v.a. in der zum Projektende abgeschlossenen Dissertation beantwortet hat:

1. Warum war dieses Thema so beliebt?
2. Wie gelangte eine Ikonografie, die ihre Wurzeln in der höfischen Welt des 16. Jahrhunderts hatte, an die Decke süddeutscher Dorfkirchen?
3. In welcher Form wurde sie transferiert?
4. Was für einen Zweck erfüllte sie?
5. Wer waren ihre Träger und ihre Multiplikatoren?

Untersuchungsparameter: Unter dem Begriff „Erdteilallegorien“ wird die Darstellung der vier bekannten Kontinente Europa, Asien, Afrika und Amerika als allegorische Personen verstanden.

Während das Forschungsprojekt alle Allegorien ausgeführt in der Wand-Deckenmalerei, im Stuck, auf Gemälden auf dem Gebiet Süddeutschlands, Österreichs und Südtirols umfasste, die in Schlössern, Bürgerhäuser, Dorf- und Klosterkirchen, öffentlichen Plätzen zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert zu finden waren, musste aufgrund der Machbarkeit im Rahmen der Doktorarbeit der Quellencorpus durch folgende vier Kreise eingeschränkt werden:

1. das formale Kriterium: Dorfkirche
2. das räumliche Kriterium: Das Fürstbistum Augsburg
3. das mediale Kriterium: Wand- und Deckenmalerei
4. das zeitliche Kriterium: Das 18. Jahrhundert

Das Ergebnis war eine Arbeit von 614 Seiten mit

– 485 Seiten Fließtext, 25 Graphiken, 19 Tabellen, 24 Tabellen, 234 Abbildungen (davon sind 185 eigene Aufnahmen)
– 130 Seiten Anhang (Quellenkorpus, Personen- und Ortsregister, Abbildungsverzeichnis, Literaturverzeichnis)

 Die Arbeit wurde von beiden Gutachtern mit „sehr gut“ benotet:

Im Zusammenhang der Forschung über Erdteilallegorien stellt die Dissertation von Frau Romberg die erste wissenschaftliche Arbeit dar, die auch einen quantifizierenden Ansatz verfolgen kann und die für eine historisch gut definierbare Region faktische eine „Geschichte der Erdteilikonografie“ liefert.

aus dem Gutachten von o. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schmale, Institut für Geschichte, Univ. Wien

Die Arbeit erschien 2017 im Franz Steiner Verlag in Stuttgart unter dem Titel
Die Welt im Dienst des Glaubens. Erdteilallegorien in Dorfkirchen auf dem Gebiet des Fürstbistums Augsburg im 18. Jahrhundert
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